Hotel Falkensteiner Reischach

Hotels
ZEIT 1999 – 2001
ORT Reischach, Südtirol

Die Qualität des Ortes spürt man schon lange bevor man wirklich auf dem Grundtück steht. Schon der Weg dorthin ist von der Malerischen Bergkulisse geprägt. Das Grundstück selbst liegt genau an dem letzten Ausläufer des sanften Talbodens, kurz bevor das Massiv der Dolomiten steil empor steigt. Diese Spannung hat uns fasziniert und wir haben Sie zum Thema unseres Entwurfs gemacht. Gleich einem Felsblock liegt der Logisbereich da, die Räume wie Höhlen hineingeschlagen. Im Inneren mit weichen Materialen und warmen Farben ausgekleidet vermittelt er gleichzeitig Schutz vor der rauen Natur und strahlt die Wärme und Behaglichkeit eines offenen Feuers aus. Unter diesem Monolith, dem Stück Gestein, läuft der sanfte geschwungene Talboden durch und erweitert den gefühlten Raum der öffentlichen Bereiche weit in den Garten hinaus.

Als Stein hat sich der wunderbar glitzernde Quarzit der Umgebung angeboten. Die Besonderheit dieses Steins ist seine Leichtigkeit, ja beinahe Schwerelosigkeit, die er ganz im Gegensatz zu seiner großen Dichte und Härte vermittelt. Man hat den Eindruck, er könne schweben. Und dann ist da noch eine Qualität des Berges, das Mystische, die tiefen Schluchten und verborgenen Schätze, das sagenumwobene Gold. Golden blitzen die Trennwände der Loggien in der Sonne. Ebenso golden glänzen die Stützen des Pools. Das Gebäude ist eine Skulptur aus Stein, durchzogen von Goldadern, ausgekleidet in Holz und warmen Farben, umspült von kerniger, unverfälschter Natur.

Die authentischen Materialien sind Sinnbild eines Lifestyles von Gesundheit und Nachhaltigkeit. Die Reduziertheit lässt Raum für Kreativität, das Licht der Sonne und die weiten Blicke bringen die Natur in jeden Raum und lassen sie selbst als Inspirationsquelle für den werden, der hier verweilt. Die schützenden Loggien bilden eine emotionale Hülle und ermöglichen, die dahinterliegende Haut der Fenster großzügig zu öffnen und gleichzeitig geborgen zu sein.

TEAM

Gabriel Kacerovsky, Andreas Schicht, Christine Schwaiger